Emissionsrechte

Emissionsrechte sind Spekulationsobjekte wie Aktien oder Öl. Kraftwerkbetreiber und Stahlkonzerne handeln mit ihnen, aber auch Hedgefonds und Investmentbanken. Weltweit werden jährlich Emissionsrechte für 144 Milliarden Dollar umgesetzt – das war 2010. Diese Zahl dürfte sich bald verdoppelt haben. 90 Prozent des Börsenhandels kontrolliert die US-Terminbörse ICE. ICE ist fest in der Hand von US-Investmentbanken wie Morgan Stanley und Goldman Sachs sowie riesiger amerikanischer Vermögensverwalter wie BlackRock, JP Morgan oder auch Goldman Sachs. Die globalen Finanzinstitutionen verdienen sehr gut an Europas CO2-Zertifikaten. Nur wird das kaum diskutiert – hier machen wir die Ausnahme. 

Das Fazit des Handelsblatts im Jahr 2010: „Die Rechnung begleichen wir alle – als Stromkunden und Steuerzahler“.
„Auch die Energiekonzerne mischen kräftig mit“, so die Zeitung damals. Mithilfe günstig eingekaufter Emissionsrechte wurde „schmutziger“ Strom (mit hohem CO2-Ausstoß) einfach zu Ökostrom umetikettiert, ohne dass auch nur eine einzige Kilowattstunde mehr Ökostrom produziert wurde.